Chi­ron: Lukas Weiß ist Deut­scher Meis­ter im CNC-Fräsen

Chi­ron: Lukas Weiß ist Deut­scher Meis­ter im CNC-Fräsen

Die Covid-19-Pan­de­mie for­dert über­all ihren Tri­but. Der Wett­be­werb „WorldS­kills 2020“ zum Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen muss­te in die­sem Jahr kom­plett neu aus­ge­rich­tet wer­den. Schon seit Jah­ren ist es Tra­di­ti­on, dass das Fina­le der Deut­schen Meis­ter­schaft im CNC-Frä­sen auf der AMB aus­ge­tra­gen wird – auf der inter­na­tio­na­len Aus­stel­lung für Metall­be­ar­bei­tung in Stutt­gart. Wie nahe­zu alle Mes­sen und vie­le wei­te­re Ver­an­stal­tung fiel jedoch auch die der Coro­na-Pan­de­mie zum Opfer. Die Ver­ant­wort­li­chen rich­te­ten daher den natio­na­len Wett­be­werb in die­sem Jahr sowohl in Online-Pha­sen als auch über meh­re­re Mona­te als Prä­senz-Ver­an­stal­tung in klei­nen Grup­pen bei Chi­ron in Tutt­lin­gen aus. Die Umstän­de ver­lan­gen von den­Teil­neh­men­den und die Jury Geduld und Gelas­sen­heit auf dem Weg zum Titel „Deut­scher Meis­ter im CNC-Fräsen“.

So sehen Sieger aus: in der Mitte auf Platz 1 Lukas Weiß (Mapal), neuer Deutscher Meister im CNC-Fräsen. Rechts der Zweitplatzierte Paul Wanke (Fischer Elektronik), und links der Dritte, Marian Honold (Chiron). - Bild: Chiron
So sehen Sie­ger aus: in der Mit­te auf Platz 1 Lukas Weiß (Mapal), neu­er Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen. Rechts der Zweit­plat­zier­te Paul Wan­ke (Fischer Elek­tro­nik), und links der Drit­te, Mari­an Honold (Chi­ron). – Bild: Chiron 

Ins­ge­samt 24 Teil­neh­mer hat­ten sich zunächst qua­li­fi­ziert, von ihnen kämpf­ten sich die bes­ten zwölf ins span­nen­de Fina­le. Am Ende hat­te Lukas Weiß vom Prä­zi­si­ons­werk­zeug­her­stel­ler Mapal die Nase vorn – er hat nach dem Urteil der Jury die bes­te Arbeit abge­lie­fert. Der 20-Jäh­ri­ge ange­hen­de Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker, der bei Mapal sei­ne Aus­bil­dung absol­viert, hol­te die Gold­me­dail­le und den Titel „Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen“. Paul Wan­ke von Fischer Elek­tro­nik aus Lüden­scheid und Mari­an Honold Aus­zu­bil­den­der von Chi­ron aus Tutt­lin­gen, gewan­nen Sil­ber und Bron­ze. Die drei Sie­ger kön­ne zu Recht stolz sein auf ihre Leistung. 

Viel fürs Berufs­le­ben gelernt

Über­ein­stim­mend sind sie der Mei­nung, dass man aus der­ar­ti­gen Wett­be­wer­ben sehr viel fürs spä­te­re Berufs­le­ben mit­neh­men kann. Und zwar nicht nur im Umgang mit der Maschi­ne selbst, die man im Wettbwerb recht gut ken­nen lernt und ab und zu auch in Grenz­be­rei­che bewegt. Die Teil­neh­mer lern­te auch das Pro­gram­mie­ren mit Mas­ter­cam noch­mals bes­ser ken­nen. Und auch das mensch­li­che Mit­ein­an­der bringt die Teil­neh­mer wei­ter. Gemein­sam bil­den die drei nun das Natio­nal­team im CNC-Frä­sen. Sie trai­nie­ren bereits für die nächs­ten inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­be wie die WM der Beru­fe, die WorldS­kills Shang­hai 2021.

Im Fokus
Auch WorldS­lills-Team ist beson­ders gefor­dert
Um es klar zu sagen: Ohne den per­sön­li­chen Ein­satz des Teams um Her­bert Mat­tes, WorldS­kills-Bun­des­trai­ner in der Dis­zi­plin CNC-Frä­sen und Aus­bil­dungs­lei­ter bei Chi­ron, hät­te es in die­sem Jahr wohl kei­ne Meis­ter­schaft und kei­nen Titel­trä­ger „Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen“ gege­ben. Der uner­müd­li­che Ein­satz der Betei­lig­ten, die Bereit­schaft, sich auf die stän­dig wan­deln­den Bedin­gun­gen der Coro­na-Lage ein­zu­las­sen, sowie der fes­te Wil­le des Kern­teams, den jun­gen Fach­kräf­ten die­ses Erleb­nis und den Erfolg zu ermög­li­chen, konn­te letzt­lich alle Hin­der­nis­se aus dem Weg räu­men. Eine Erkennt­nis aus dem Wett­be­werb: Vir­tu­el­le Tech­no­lo­gien eröff­nen Mög­lich­kei­ten, an die man vor Coro­na wohl nie gedacht hätte.

Coro­nabe­dingt ver­la­ger­ten sich die CAD/­CAM-Schu­lun­gen für die Teil­neh­mer im Vor­feld des Wett­be­werbs in den vir­tu­el­len Raum. Das war auch für die Dozen­ten eine völ­lig neue Situa­ti­on. Zur prak­ti­schen Vor­be­rei­tung für den Wett­be­werb „Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen“ an den Fräs­ma­schi­nen bei Chi­ron kamen die 24 Teil­neh­mer in Drei­er­grup­pen – auf­grund der gel­ten­den Hygie­ne­maß­nah­men. Das hat­te zur Fol­ge, dass sich die Vor­wett­be­wer­be über Wochen bis in die Urlaubs­zeit im Som­mer hin­zo­gen. Ende Sep­tem­ber und Anfang Okto­ber bestrit­ten die Kan­di­da­ten das Fina­le. Zwei Wochen in rela­tiv nor­ma­lem Rah­men, aber eben­falls in Kleingruppen. 

„Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen“ war kein Spaziergang

Bei der Wett­be­werbs­auf­ga­be gab es aber kei­ne „mil­dern­den Umstän­de“ auf­grund der Coro­na-Begleit­erschei­nun­gen – sie hat­te es in sich. Erst­mals bei die­ser Meis­ter­schaft muss­ten die Kan­di­da­ten Tei­le fer­ti­gen, die alle auf­ein­an­der auf­bau­ten. Die Werk­stü­cke, die die Teil­neh­mer pro­gram­mie­ren und fer­ti­gen muss­ten, soll­ten als Ein­heit eine Fräs­ma­schi­ne erge­ben. Bei die­ser soll­te sich der Maschi­nen­tisch zudem um 180° dre­hen las­sen. Das erfor­dert höchs­te Genau­ig­keit über alle Ein­zel­kom­po­nen­ten hin­weg. Die vor­ge­ge­be­nen Tole­ran­zen waren sehr eng bemes­sen. Der Weg zum Sieg als „Deut­scher Meis­ter im CNC-Frä­sen“ war also kein Spa­zier­gang. Und sowohl der Titel­trä­ger als auch die bei­den wei­te­ren Sie­ger ste­hen zu Recht auf dem Trepp­chen. Wir gratulieren!


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