Oer­li­kon Bal­zers: Lösun­gen für opti­ma­le Schneid­kan­ten­ver­run­dung in der Verzahnung

Oer­li­kon Bal­zers: Lösun­gen für opti­ma­le Schneid­kan­ten­ver­run­dung in der Verzahnung

Beschich­tungs­spe­zia­list Oer­li­kon Bal­zers hat zur kom­ple­xen Schneid­kan­ten­ver­run­dung von Ver­zah­nungs­werk­zeu­gen jetzt eine Rei­he von Emp­feh­lun­gen für Her­stel­ler, Schlei­fer, Beschichter wie auch Anwen­der aus­ge­ar­bei­tet. Die­se Emp­feh­lun­gen sol­len ein ein opti­ma­les Zusam­men­spiel zwi­schen den ein­zel­nen Betei­lig­ten ermög­li­chen. Zudem bie­tet Oer­li­kon Bal­zers in die­sem Umfeld auch Lösun­gen an. Die opti­ma­le Schneid­kan­ten­prä­pa­ra­ti­on ist der Schlüs­sel zu Effi­zi­enz und Effek­ti­vi­tät vie­ler Zer­spa­nungs­werk­zeu­ge – gera­de bei anspruchs­vol­len Anwendungen.

Damit man die Schneidkantenverrundung eines solchen Wälzfräsers perfekt ausführen kann, ist ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Hersteller, Schleifer, Beschichter bis zum Anwender notwendig - Bild: Oerlikon Balzers
Damit man die Schneid­kan­ten­ver­run­dung eines sol­chen Wälz­frä­sers per­fekt aus­füh­ren kann, ist ein aus­ge­klü­gel­tes Zusam­men­spiel von Her­stel­ler, Schlei­fer, Beschichter bis zum Anwen­der not­wen­dig – Bild: Oer­li­kon Balzers


Für anspruchs­vol­le Anwen­dun­gen wie bei­spiels­wei­se das Wälz­schä­len sind sehr prä­zi­se, eng tole­rier­te Werk­zeu­ge erfor­der­lich. Dabei wird die opti­ma­le Schneid­kan­ten­ver­run­dung von Para­me­tern wie der Sub­strat­aus­wahl, der Schliffstra­te­gie, der Geo­me­trie und der Ober­flä­chen­qua­li­tät maß­geb­lich beein­flusst. Die­se Fak­to­ren ent­schei­den dar­über hin­aus auch über Ther­mo­me­cha­nik und Tri­bo­lo­gie beim Schnei­den. Außer­dem bestim­men sie das Span- und Ver­schleiß­ver­hal­ten und ent­schei­den über Stand­zeit und Fer­ti­gungs­qua­li­tät. Zudem hat auch das jewei­li­ge Ver­fah­ren zur Kan­ten­prä­pa­ra­ti­on einen gro­ßen Ein­fluss. Schließ­lich wirkt es ja meist nicht nur auf die Kan­te ein, son­dern dar­über hin­aus auf das gan­ze Werkzeug.Für ein opti­ma­les Ergeb­nis muss der Anwen­der alle Werk­zeug- und Bau­teil­spe­zi­fi­ka­tio­nen berück­sich­ti­gen, inklu­si­ve der Soll­wer­te und der Mess­an­ga­ben für die jewei­li­ge Anwendung.

Eine opti­ma­le Schneid­kan­ten­ver­run­dung benö­tigt ein gutes Ausgangswerkzeug

Zudem kann eine Schneid­kan­ten­ver­run­dung aber nur so gut sein wie der vor­he­ri­ge Werk­zeug­zu­stand. Makel wie Schliff­feh­ler, zu gro­ße Gra­te und Rau­hei­ten las­sen sich beim Ver­run­den nicht mehr ausgleichen.

Im Fokus
Schneid­kan­ten­ver­run­dung
Viel Know-how erfor­der­lich ist beim The­ma Schneid­kan­ten­ra­di­us. Denn der Schneid­kan­ten­ra­di­us ist sehr an die Anwen­dung gekop­pelt. Es hängt vom Werk­stoff, von den Schnitt­da­ten, vom Schneid­stoff und zudem auch von der Sta­bi­li­tät der Maschi­ne ab. Dabei ist nicht nur die Grö­ße aus­schlag­ge­bend, son­dern auch die sym­me­tri­sche oder eben auch asym­me­tri­sche Form der Run­dung, bekannt auch als der „K‑Faktor“. Die­ser Wert legt fest, wie stark sich eine Schneid­kan­te zur Span- oder Frei­flä­che hin neigt. Zu beach­ten ist, ob man vor oder nach der Beschich­tung misst. Schließ­lich ver­grö­ßern Schich­ten den Radi­us. Je nach Beschich­tungs­pro­zess kann zudem auf­grund der phy­si­ka­li­schen Gege­ben­hei­ten an der stärks­ten Krüm­mung einer Schnei­de eine Schicht dicker wer­den. Dar­über hin­aus ist auch der Mess­punkt wich­tig. Schließ­lich ist der Radi­us am Kopf der Schnei­de grö­ßer als am Fuß. Außer­dem mes­sen tak­ti­le Ver­fah­ren anders als opti­sche. Des­halb müs­sen Mes­sun­gen stets die­sel­ben Ver­fah­rens­kri­te­ri­en befol­gen, damit sie wirk­lich ver­gleich­bar sind.

Vor­tei­le las­sen sich noch deut­lich ausbauen

In PVD-Beschich­tun­gen wie Balinit Alten­sa und Balinit Alcro­na Pro sieht Beschich­tungs­spe­zia­list Oer­li­kon Bal­zers die Garan­ten einer wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ti­on von Zahn­rä­dern und Getrie­be­bau­tei­len. Mit der defi­nier­ten Kan­ten­prä­pa­ra­ti­on und der geziel­ten Schneid­kan­ten­ver­run­dung kön­nen Anwen­der die wirt­schaft­li­chen Vor­tei­le die­ser Beschich­tun­gen noch erhöhen. 

Bei der Messung der Kantenradien eines Verzahnungswerkzeugs spielen viele Faktoren eine Rolle, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Außerdem ist zu beachten, dass taktile Verfahren anders messen als optische. Deshalb müssen Messungen stets dieselben Verfahrenskriterien befolgen, damit sie wirklich vergleichbar sind. - Bild: Oerlikon Balzers
Bei der Mes­sung der Kan­ten­ra­di­en eines Ver­zah­nungs­werk­zeugs spie­len vie­le Fak­to­ren eine Rol­le, um ver­gleich­ba­re Ergeb­nis­se zu erhal­ten. Außer­dem ist zu beach­ten, dass tak­ti­le Ver­fah­ren anders mes­sen als opti­sche. Des­halb müs­sen Mes­sun­gen stets die­sel­ben Ver­fah­rens­kri­te­ri­en befol­gen, damit sie wirk­lich ver­gleich­bar sind. – Bild: Oer­li­kon Balzers

Für klein­mo­du­li­ge Ver­zah­nungs­werk­zeu­gen mit fili­gra­nen Kon­tu­ren emp­fiehlt Oer­li­kon Bal­zers PVD-Beschich­tun­gen wie Baliq Alcro­nos. Die S3p-Beschich­tungs­tech­no­lo­gie, die laut her­stel­ler homo­ge­ne­re Schicht­di­cken mit exak­ter Schneid­kan­ten­ab­bil­dung erzeugt, ver­rin­gert hier den phy­si­ka­li­schen Effekt der erhöh­ten Schicht­di­cken und so auch unge­woll­te Ver­run­dun­gen an den Schneiden.

Hohe Stand­zeit­stei­ge­run­gen möglich

Oer­li­kon Bal­zers ermög­licht zudem die Prä­pa­ra­ti­on der Schneid­kan­ten von Wälz­frä­sern zu einem K‑Faktor von 1 oder grö­ßer. Dazu setzt das Unter­neh­men auf das Nass­strah­len von Werk­zeu­gen in einer neu ent­wi­ckel­ten Anla­ge. Dar­aus resul­tier­ten laut Oer­li­kon Bal­zers je nach Anwen­dungs­fall Stand­zeit­stei­ge­run­gen von über 15 Pro­zent, bei einem nam­haf­ten Getrie­be­her­stel­ler sol­len es zudem schon bis zu 50 Pro­zent sein. 

Die optimale Kantenverrundung beeinflussen unter anderem Faktoren wie die Substratauswahl, die Schliffstrategie, die Geometrie und die Oberflächenqualität. - Bild: Oerlikon Balzers
Die opti­ma­le Kan­ten­ver­run­dung beein­flus­sen unter ande­rem Fak­to­ren wie die Sub­strat­aus­wahl, die Schliffstra­te­gie, die Geo­me­trie und die Ober­flä­chen­qua­li­tät. – Bild: Oer­li­kon Balzers

Der Beschichter fährt Ver­su­che bei meh­re­ren Anwen­dern und kon­trol­liert die Ergeb­nis­se mit hoch­ent­wi­ckel­ter Mess­tech­nik. Das Ergeb­nis ist, dass die behan­del­ten Werk­zeu­ge kon­stan­te Ver­bes­se­run­gen lie­fern, die Pro­zess­si­cher­heit zudem deut­lich steigt. Den Nass­strahl­ser­vice bie­tet Oer­li­kon Bal­zers für Ein­zel- und Seri­en­werk­zeu­ge zur Ver­zah­nung an.


Gefällt der Bei­trag? Bit­te teilen:

Schreibe einen Kommentar