Mil­lu­ten­sil:  Schlüs­sel­fer­ti­ge und pro­zess­sta­bi­le Produktionslösung

Mil­lu­ten­sil: Schlüs­sel­fer­ti­ge und pro­zess­sta­bi­le Produktionslösung

Wer für den Auto­mo­ti­ve-Sek­tor fer­tigt, braucht eine hoch­pro­duk­ti­ve, zuver­läs­si­ge Pro­duk­ti­ons­lö­sung. Die Ver­ant­wort­li­chen bei der BK Stanz- und Umform­tech­nik in The­ley set­zen für dün­ne­re Ble­che mit Stär­ken von 0,15 bis 2,5 mm seit sechs Jah­ren auf eine Ser­vo­pres­se von Aida mit Peri­phe­rie von Mil­lu­ten­sil. Eine Ent­schei­dung, die sich bewährt hat – in die­sem Jahr nahm eine zwei­te iden­tisch zuge­schnit­te­ne Anla­ge ihren Betrieb auf. Und ist bereits jetzt eben­falls gut ausgelastet.

Effiziente Produktionslösung: Die neuere der beiden Aida-Servopressen mit Abwickelhaspel, Richtmaschine, Abfallblechentsorgung sowie Beölung von Millutensil. Beide Pressen sind inzwischen jeweils zweischichtig ausgelastet und produzieren prozesssicher und prozessstabil mit hoher Qualität – Bild: Pergler Media
Effi­zi­en­te Pro­duk­ti­ons­lö­sung: Die neue­re der bei­den Aida-Ser­vo­pres­sen mit Abwi­ckel­has­pel, Richt­ma­schi­ne, Abfall­blechent­sor­gung sowie Beölung von Mil­lu­ten­sil. Bei­de Pres­sen sind inzwi­schen jeweils zwei­schich­tig aus­ge­las­tet und pro­du­zie­ren pro­zess­si­cher und pro­zess­sta­bil mit hoher Qua­li­tät – Bild: Perg­ler Media 

Bis vor eini­gen Jah­ren stan­den bei der BK Stanz- und Umform­tech­nik in The­ley aus­schließ­lich hydrau­li­sche Pres­sen. Hier ent­ste­hen ins­be­son­de­re für OEM und Zulie­fe­rer aus der Auto­mo­ti­ve-Bran­che sowohl auf Trans­fer­werk­zeu­gen als auch mit Fol­ge­ver­bund­werk­zeu­gen gestanz­te, tief­ge­zo­ge­ne, beschnit­te­ne, hoch­ge­stell­te und gefalz­te Blechteile. 

Das Too­ling kommt aus dem eige­nen Werkzeugbau

Die Werk­zeu­ge dafür ent­ste­hen im eige­nen Werk­zeug­bau bei Bert­hold Kun­rath. Bear­bei­tet wur­den bis vor eini­gen Jah­ren klas­si­scher­wei­se Ble­che mit einer Mate­ri­al­stär­ke von 0,3 bis 5,0 mm in Stahl oder von 0,3 bis 2,5 mm in Edelstahl.

Im Pro­fil
Bert­hold Kun­rath GmbH und BK Stanz- und Umform­tech­nik GmbH
Das Fami­li­en­un­ter­neh­men wur­de im Jahr 1970 von Bert­hold Kun­rath unter sei­nem Namen gegrün­det und prä­sen­tiert sich heu­te als inno­va­ti­ver, leis­tungs­fä­hi­ger Her­stel­ler im Bereich der Blech­ver­for­mung. Am Stand­ort The­ley im nörd­li­chen Saar­land beschäf­tigt das Unter­neh­men aktu­ell 84 Mit­ar­bei­ter. Die Auf­trag­ge­ber kom­men aus fast allen Indus­trie­be­rei­chen. Schwer­punk­te bil­den die Auto­mo­bil- und deren Zulie­fer­indus­trie sowie die Bau­in­dus­trie und der Maschi­nen­bau. Abso­lu­te Ter­min­treue, die exzel­len­te Auf­trag­ge­ber­ori­en­tie­rung und die Bereit­schaft, Neu­es zu wagen, machen das Unter­neh­men zu einem geschätz­ten Part­ner für Auf­trag­ge­ber aus aller Welt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben die Ver­ant­wort­li­chen stark in die Erwei­te­rung und Moder­ni­sie­rung ihres Maschi­nen­parks inves­tiert. In der Blech­tei­le­fer­ti­gung wur­de mit zwei neu­en Ser­vo­pres­se von Aida mit einer Tisch­grö­ße von 4000 x 1500 mm, einer Nenn­kraft von 8000 KN und leis­tungs­fä­hi­ger Peri­phe­rie der Mil­lu­ten­sil Green Line die Leis­tungs­fä­hig­keit ausgebaut.

Der Fokus der Spe­zia­lis­ten liegt in kom­ple­xen Zieh‑, Stanz- und Bie­ge­tei­len. Die Grö­ße der Werk­zeu­ge war bis vor rund acht Jah­ren auf rund 3600 mm beschränkt. Der Trend am Markt geht indes seit Jah­ren zu immer kom­ple­xe­ren Tei­len – irgend­wann stie­ßen die vor­han­de­nen Pres­sen bei der hand­hab­ba­ren Werk­zeug­grö­ße jedoch an ihre Grenzen.

Zukunfts­fä­hi­ge Neu­aus­rich­tung als Herausforderung

„Vor acht Jah­ren stan­den wir vor der Her­aus­for­de­rung, unser Unter­neh­men neu und zukunfts­fä­hig aus­zu­rich­ten“, erklärt Geschäfts­füh­rer Tho­mas Schu­ma­cher. „Wir woll­ten unse­re Mög­lich­kei­ten in Rich­tung grö­ße­rer Stück­zah­len und zudem auch län­ge­rer Werk­zeu­ge signi­fi­kant erwei­tern. Damit war für uns klar, dass wir unse­re Über­le­gun­gen über den Bereich der hydrau­li­schen Pres­sen hin­aus aus­wei­ten mussten.“

Tho­mas Schu­ma­cher, Geschäfts­füh­rer BK Stanz- und Umform­tech­nik und Bert­hold Kun­rath: „Bei künf­ti­gen Pres­sen mit einer Band­an­la­ge oder Zufüh­rung ist für uns Mil­lu­ten­sil als Her­stel­ler gesetzt. Denn im Umgang mit Lie­fe­ran­ten habe ich erken­nen müs­sen, dass es vie­le gibt, die Pro­ble­me suchen. Das ist bei Aida und Mil­lu­ten­sil anders. Die fin­den Lösun­gen. Und sie set­zen sie exzel­lent um.“ – Video: Millutensil

Das inno­va­ti­ve Unter­neh­men beschäf­tigt im Werk­zeug­bau bei Bert­hold Kun­rath 48 Mit­ar­bei­ter, in der BK Stanz- und Umform­tech­nik fer­ti­gen 36 Mit­ar­bei­ter zum Teil in meh­re­ren Schich­ten die Tei­le auf den Pres­sen. Der Maschi­nen­park bestand aus sie­ben hydrau­li­schen Pres­sen und zwei Exzen­ter­pres­sen. Zum bis­he­ri­gen Werk­stück­spek­trum soll­ten ver­mehrt auch Werk­stü­cke aus dün­ne­ren Ble­chen mit Stär­ken von 0,15 bis 2,5 mm kommen.

Erwei­ter­tes Werk­stück­spek­trum mit pro­zess­sta­bi­ler Produktionslösung

„Sol­che Werk­stü­cke hat­ten wir bis­her nicht im Pro­gramm – das woll­ten wir aber auf­grund von Anfra­gen sei­tens unse­rer Auf­trag­ge­ber umset­zen“, erin­nert sich Schu­ma­cher. „Auch das soll­te die neue Pres­se abde­cken kön­nen. Wir waren uns auf­grund unse­rer Kon­tak­te in die Bran­che sicher, dass wir eine ent­spre­chen­de Pres­se wirt­schaft­lich aus­las­ten können.“

  Die Transferwerkzeuge, die auf den neuen Aida-Servopressen bei der BK Stanz- und Umformtechnik in Theley eingesetzt werden, sind bis zu 4 m lang. Zu beiden Seiten gut erkennbar sind die Ziehkissen der Servopresse. – Bild: Pergler Media
Die Trans­fer­werk­zeu­ge, die auf den neu­en Aida-Ser­vo­pres­sen bei der BK Stanz- und Umform­tech­nik in The­ley ein­ge­setzt wer­den, sind bis zu 4 m lang. Zu bei­den Sei­ten gut erkenn­bar sind die Zieh­kis­sen der Ser­vo­pres­se. – Bild: Perg­ler Media 

Dass so eine Anla­ge rei­bungs­los läuft und die gewünsch­te Qua­li­tät sicher lie­fern kann, ist eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung – schließ­lich haben die Auf­trag­ge­ber aus der Auto­mo­ti­ve-Indus­trie kein Ver­ständ­nis für irgend­wel­che Lie­fer­ver­zö­ge­run­gen. Des­halb war für die Ver­ant­wort­li­chen neben der Anla­ge und ihrer Peri­phe­rie selbst auch ein ver­läss­li­cher, schnel­ler und kom­pe­ten­ter Ser­vice ein wich­ti­ges Kriterium.

Bei der BK Stanz- und Umformtechnik in Theley entstehen insbesondere für die Automotive-Branche sowohl auf Transferwerkzeugen als auch mit Folgeverbundwerkzeugen gestanzte, tiefgezogene, beschnittene, hochgestellte und gefalzte Blechteile. – Bild: Pergler Media
Bei der BK Stanz- und Umform­tech­nik in The­ley ent­ste­hen ins­be­son­de­re für die Auto­mo­ti­ve-Bran­che sowohl auf Trans­fer­werk­zeu­gen als auch mit Fol­ge­ver­bund­werk­zeu­gen gestanz­te, tief­ge­zo­ge­ne, beschnit­te­ne, hoch­ge­stell­te und gefalz­te Blech­tei­le. – Bild: Perg­ler Media 

Die Ver­ant­wort­li­chen haben sich am Markt sehr gründ­lich umge­se­hen, haben sowohl mecha­ni­sche als auch Pres­sen mit Ser­vo­an­trie­ben unter­sucht und die Pro­duk­ti­ons­kon­zep­te der unter­schied­lichs­ten Her­stel­ler mit­ein­an­der ver­gli­chen. Am Ende hat­te der in der Lom­bar­dei pro­du­zie­ren­de ita­lie­ni­sche Her­stel­ler Aida mit einer Ser­vo­pres­se und der maß­ge­schnei­der­ten Peri­phe­rie von Mil­lu­ten­sil ganz klar die bes­ten Werte.

Pro­duk­ti­ons­lö­sung mit Ser­vo­pres­sen sorgt für Produktivitätssprung

„Gera­de mit Blick auf die hohen Stück­zah­len haben Ser­vo­pres­sen gro­ße Vor­tei­le gegen­über hydrau­li­schen Anla­gen“, erklärt Schu­ma­cher. „Wäh­rend hydrau­li­sche Pres­sen in der für uns rele­van­ten Tei­le­grö­ßen sinn­voll mit zwi­schen einem und zehn Hüben/min betrie­ben wer­den kön­nen, sind bei Ser­vo­pres­sen ein bis 30 Hübe mög­lich. Bei unse­rem Tei­le­spek­trum von hoch­kom­ple­xen Edel­stahl­tei­len für den Auto­mo­bil­be­reich mar­kiert das einen gewal­ti­gen Produktivitätssprung.“

Die Servopressen erlauben deutlich höhere Hubzahlen als die hydraulischen Anlagen. Die Peripherie von Millutensil ist entsprechend leistungsfähig und kann die hohen Geschwindigkeiten sehr gut mithalten. Das ermöglicht dieser Produktionslösung eine hohe Produktivität. – Bild: Pergler Media
Die Ser­vo­pres­sen erlau­ben deut­lich höhe­re Hub­zah­len als die hydrau­li­schen Anla­gen. Die Peri­phe­rie von Mil­lu­ten­sil ist ent­spre­chend leis­tungs­fä­hig und kann die hohen Geschwin­dig­kei­ten sehr gut mit­hal­ten. Das ermög­licht die­ser Pro­duk­ti­ons­lö­sung eine hohe Pro­duk­ti­vi­tät. – Bild: Perg­ler Media 

Aller­dings muss bei die­ser Geschwin­dig­keit auch die Pres­sen­pe­ri­phe­rie mit­hal­ten kön­nen – von der Abwi­ckel­vor­rich­tung für das Blech-Coil über die Richt­ma­schi­ne und die Beölung bis hin zur siche­ren Tei­le­ab­fuhr und zur ver­läss­li­chen Ent­sor­gung der Stanz­ab­fäl­le. Hier sind die fei­ne Abstim­mung und die Syn­chro­ni­sie­rung aller Ele­men­te in der Linie unab­ding­ba­re Vor­aus­set­zung für eine spä­ter rei­bungs­lo­se Produktion.

Die Abwickelhaspel von Millutensil kann große Blechcoils aufnehmen. Die Restmenge hier wird in der leistungsfähigen Produktionslösung bald verarbeitet sein. Die Zuführung erfolgt wohldosiert und zuverlässig – die Sicherheit der Bediener wird bei Millutensil ganz groß geschrieben.– Bild: Pergler Media
Die Abwi­ckel­has­pel von Mil­lu­ten­sil kann gro­ße Blech­coils auf­neh­men. Die Rest­men­ge hier wird in der leis­tungs­fä­hi­gen Pro­duk­ti­ons­lö­sung bald ver­ar­bei­tet sein. Die Zufüh­rung erfolgt wohl­do­siert und zuver­läs­sig – die Sicher­heit der Bedie­ner wird bei Mil­lu­ten­sil ganz groß geschrie­ben.– Bild: Perg­ler Media 

Die neue Pres­se soll­te den Spe­zia­lis­ten für Blech­um­form­tei­le zum einen neue Auf­trag­ge­ber erschlie­ßen. Und sie soll­te den Weg zur Pro­duk­ti­on neu­er Werk­stück­fa­mi­li­en ebnen. Zum ande­ren bedingt der hohe Kos­ten­druck ins­be­son­de­re in der Auto­mo­ti­ve-Bran­che den Zwang zu einer aus­op­ti­mier­ten, hoch­ef­fi­zi­en­ten Produktion.

Zuver­läs­si­ge und sta­bi­le Produktionslösung

So kam im Jahr 2016 die ers­te Ser­vo­pres­se von Aida mit einer Tisch­grö­ße von 4000 x 1500 mm, einer Nenn­kraft von 8000 kN und zwei hydrau­li­schen Zieh­kis­sen ins Unter­neh­men. Die Peri­phe­rie fürs Werk­stück­hand­ling von der Abwi­ckel­has­pel für das Blech­coil über die Richt­ma­schi­ne und die Beölung bis zur maß­ge­schnei­der­ten Tei­le­ab­fuhr über ein Fer­tig­teil­band stammt von Millutensil. 

Gerade mit Blick auf die hohen Stückzahlen haben Servopressen große Vorteile gegenüber hydraulischen Anlagen. In der für BK Stanz- und Umformtechnik relevanten Teilegrößen sind bei Servopressen bis zu 30 Hübe möglich. – Bild: Pergler Media
Gera­de mit Blick auf die hohen Stück­zah­len haben Ser­vo­pres­sen gro­ße Vor­tei­le gegen­über hydrau­li­schen Anla­gen. In der für BK Stanz- und Umform­tech­nik rele­van­ten Tei­le­grö­ßen sind bei Ser­vo­pres­sen bis zu 30 Hübe mög­lich. – Bild: Perg­ler Media 

Eben­so das gesam­te Hand­ling und die Ent­sor­gung der Abfall­ble­che, die die Sys­te­me von Mil­lu­ten­sil zuver­läs­sig aus der Schnitt­zo­ne abtrans­por­tie­ren und via Pres­senkel­ler per Band­an­la­ge mit schwenk­ba­rem Schwa­nen­hals in die bereit­ste­hen­den Con­tai­ner befördern.

Im Fokus
Ser­vo­pres­se und Peri­phe­rie
Ser­vo­pres­sen mit elek­tri­schen Direkt­an­trie­ben sind deut­lich agi­ler als hydrau­li­sche Pres­sen. So kön­nen die moder­nen Anla­gen die Hub­zah­len deut­lich erhö­hen. Dazu muss aller­dings auch die Peri­phe­rie von der Abwi­ckel­has­pel für das Blech­coil über die Richt­ma­schi­ne und die Beölung bis hin zur siche­ren Tei­le­ab­fuhr und zur ver­läss­li­chen Ent­sor­gung der Stanz­ab­fäl­le ent­spre­chend schnell sein – und das bei hoher Pro­zess­si­cher­heit und Pro­zess­sta­bi­li­tät. Hier ist eine enge Abstim­mung von Pres­sen­her­stel­ler und Peri­phe­rie­spe­zia­list not­wen­dig – unter Berück­sich­ti­gung der Anfor­de­run­gen einer rei­bungs­lo­sen Pro­duk­ti­on beim Anwender.

Der typi­sche Durch­lauf für ein Werk­stück durchs Trans­fer­werk­zeug beginnt bei BK Stanz- und Umform­tech­nik in der Regel mit dem Pla­ti­nen­schnitt vom Blech­band. In der zwei­ten Sta­ti­on wird das Teil zunächst tiefgezogen. 

Pro­duk­ti­ve Abfol­ge der ein­zel­nen Stationen

Die drit­te Sta­ti­on dient dem Nach­schla­gen der Kon­tu­ren. In der vier­ten Sta­ti­on wird das Werk­stück dann beschnit­ten. Und die fünf­te und letz­te Sta­ti­on trennt und ver­ein­zelt das Teil – oder meh­re­re in einem Arbeits­gang gefer­tig­te Werkstücke. 

Millutensil optimiert seine Komponenten für die Anwender. So haben die Experten des Peripherieherstellers die Beölungsanlage der Produktionslösung exakt auf das bei der der BK Stanz- und Umformtechnik verwendete Öl angepasst. – Bild: Pergler Media
Mil­lu­ten­sil opti­miert sei­ne Kom­po­nen­ten für die Anwen­der. So haben die Exper­ten des Peri­phe­rie­her­stel­lers die Beölungs­an­la­ge der Pro­duk­ti­ons­lö­sung exakt auf das bei der der BK Stanz- und Umform­tech­nik ver­wen­de­te Öl ange­passt. – Bild: Perg­ler Media 

„Ein gut abge­stimm­tes Sys­tem aus Werk­zeug, Pres­se und Peri­phe­rie ist in unse­rem Haus eine sehr effi­zi­en­te, pro­zess­si­che­re und pro­zess­sta­bi­le Pro­duk­ti­ons­lö­sung“ betont Schu­ma­cher. „Das setzt aber vor­aus, dass Pres­sen­her­stel­ler, Peri­phe­rie­lie­fe­rant und wir als Anwen­der im Vor­feld die Anla­ge ent­spre­chend aus­le­gen. Denn wenn die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten opti­mal auf­ein­an­der und auf den Ein­satz­zweck abge­stimmt sind, dann las­sen sich gro­ße Poten­zia­le erschließen.“

Dem Anwen­der zuhö­ren und Anre­gun­gen umsetzen

Mit Aida und Mil­lu­ten­sil hat Schu­ma­cher hier sehr gute Erfah­run­gen gemacht. „Die hören zu“, betont er. „Und das ist lei­der kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit.“ Mit hoher Fle­xi­bi­li­tät, tech­ni­scher Exzel­lenz und  vor allem dem unbe­ding­ten Wil­len, eine für den Anwen­der opti­ma­le Lösung zu schaf­fen, gin­gen die Exper­ten der bei­den ita­lie­ni­schen Unter­neh­men gemein­sam mit den Anwen­dern bei der BK Stanz- und Umform­tech­nik an das Projekt.

Auch die Abfuhr der Stanzabfälle erfolgt über ein System von Millutensil. Als sich einige dieser Bleche aufstellten und einen manuellen Eingriff erforderten, entschlossen sich die Verantwortlichen bei Millutensil auf eigene Kosten zu einer Neukonstruktion der Einhausung. – Bild: Pergler Media
Auch die Abfuhr der Stanz­ab­fäl­le erfolgt über ein Sys­tem von Mil­lu­ten­sil. Als sich eini­ge die­ser Ble­che auf­stell­ten und einen manu­el­len Ein­griff erfor­der­ten, ent­schlos­sen sich die Ver­ant­wort­li­chen bei Mil­lu­ten­sil auf eige­ne Kos­ten zu einer Neu­kon­struk­ti­on der Ein­hau­sung. – Bild: Perg­ler Media 

„Wir haben uns bei den Unter­neh­men von Anfang an wohl­ge­fühlt“, betont Schu­ma­cher. „Sowohl bei Aida als auch bei Mil­lu­ten­sil liegt die Zustän­dig­keit in der Hand von Frau­en mit hohem tech­ni­schem Sach­ver­stand und einer aus­ge­präg­ten Lösungs­ori­en­tie­rung. So wur­de bei­spiels­wei­se die Beölungs­an­la­ge ganz selbst­ver­ständ­lich opti­mal auf das von uns ver­wen­de­te Öl abge­stimmt. Nur eines von vie­len Details. Dazu kommt, dass der Ser­vice sowohl bei Aida als auch bei Mil­lu­ten­sil Deutsch spricht. Für uns ein gro­ßer Vor­teil, der vie­les ein­fa­cher macht.“

Rei­bungs­lo­se Inbe­trieb­nah­me der Pro­duk­ti­ons­lö­sung mit kom­pe­ten­tem Service

Die Inbe­trieb­nah­me der Pro­duk­ti­ons­lö­sung selbst ver­lief letzt­end­lich rei­bungs­los, auch dank des Enga­ge­ments der Mon­teu­re von Aida und Mil­lu­ten­sil. Als sich bei­spiels­wei­se im Schwa­nen­hals der Abfall­blechent­sor­gung immer wie­der bestimm­te Abfall­ble­che auf­stell­ten und manu­el­le Ein­grif­fe erfor­der­ten, ent­schied die Unter­neh­mens­lei­tung bei Mil­lu­ten­sil, für den Anwen­der kos­ten­neu­tral die Ein­hau­sung der ent­spre­chen­den Trans­port­bän­der zu ver­grö­ßern und so ein Ver­kan­ten effek­tiv zu ver­mei­den. Schnell und unkom­pli­ziert wur­den so die weni­gen Hin­der­nis­se für eine opti­ma­le Pro­duk­ti­on ausgeräumt.

Alles im Blick: Der Maschinenbediener bekommt über Kameras sowohl aus dem Pressenkeller als vom Verteiler am Schwanenhals live Zustandsbilder. So hat er, ohne seinen Arbeitsplatz verlassen zu müssen, einen schnellen und sicheren Blick auf kritische Bereiche der Produktionslösung. – Bild: Pergler Media
Alles im Blick: Der Maschi­nen­be­die­ner bekommt über Kame­ras sowohl aus dem Pres­senkel­ler als vom Ver­tei­ler am Schwa­nen­hals live Zustands­bil­der. So hat er, ohne sei­nen Arbeits­platz ver­las­sen zu müs­sen, einen schnel­len und siche­ren Blick auf kri­ti­sche Berei­che der Pro­duk­ti­ons­lö­sung. – Bild: Perg­ler Media 

Der sehr trans­pa­ren­te Zeit­plan für die Inbe­trieb­nah­me wur­de akku­rat ein­ge­hal­ten. „Dar­an hat­ten wir auch nie Zwei­fel – das, was wir bei Aida und Mil­lu­ten­sil gese­hen hat­ten, schuf Ver­trau­en“, erklärt Schu­ma­cher. „Wir hat­ten alles gezeigt bekom­men, mit einer Offen­heit, die vor­bild­lich ist.“ 

Aus­bil­dung der Bedie­ner lief par­al­lel zur Installation

Par­al­lel zur Auf­stel­lung von Pres­se und Peri­phe­rie bil­de­ten die Fach­leu­te die künf­ti­gen Pres­sen­be­die­ner an der neu­en Anla­ge aus und zeig­ten nütz­li­che Details für die all­täg­li­che Arbeit. So hat der Bedie­ner bei­spiels­wei­se auch über Kame­ras einen schnel­len Über­blick über kri­ti­sche Stel­len im Abfall­blech­trans­port – sowohl im Pres­senkel­ler als auch am Schwa­nen­hals über dem Container.

Die Richteinheit von Millutensil sorgt für eine optimale Zuführung des Blechbands zur Presse. Hinter der Richtmaschine sichtbar ist die speziell an die Bedürfnisse von BK Stanz- und Umformtechnik angepasste Beölungseinheit für das Blech. – Bild: Pergler Media
Die Richtein­heit von Mil­lu­ten­sil sorgt für eine opti­ma­le Zufüh­rung des Blech­bands zur Pres­se. Hin­ter der Richt­ma­schi­ne sicht­bar ist die spe­zi­ell an die Bedürf­nis­se von BK Stanz- und Umform­tech­nik ange­pass­te Beölungs­ein­heit für das Blech. – Bild: Perg­ler Media 

So las­sen sich Pro­ble­me schon in ihrer Ent­ste­hung schnell und unkom­pli­ziert behe­ben. Das erhöht neben dem Bedien­kom­fort unter ande­rem auch die Arbeits­si­cher­heit und die Pro­zess­sta­bi­li­tät der Pro­duk­ti­ons­lö­sung. Dar­über hin­aus beglei­te­ten die Spe­zia­lis­ten bei­der Unter­neh­men in den ers­ten 14 Tagen die Pro­duk­ti­on. Auch spä­ter – etwa, wenn der Bedie­ner einen Feh­ler gemacht hat­te und nicht wei­ter­wuss­te – waren die Ansprech­part­ner im Ser­vice stets etwa per Tele­fon ver­füg­bar. „Das macht vie­les ein­fa­cher“, weiß Schu­ma­cher. „Wir hat­ten seit­her so immer die Gewiss­heit, dass wir ver­läss­lich pro­du­zie­ren konnten.“

Schon das ers­te Pro­duk­ti­ons­werk­zeug schöpft die neue Grö­ße voll aus

Zwar lief die Abnah­me noch auf einem Bestands­werk­zeug, dann aber gin­gen die Blech­ex­per­ten gleich in die Vol­len. „Wir sind mit einem neu­en 4‑m-Werk­zeug auf die Pres­se gegan­gen, das die Dimen­sio­nen des Tischs voll aus­schöpft“, erin­nert sich Schu­ma­cher. „Für uns war das der Tür­öff­ner für eine ganz neue Teileklasse.“

Im Fokus
Lösun­gen fin­den statt Pro­ble­me suchen
Opti­mal, effi­zi­ent und pro­zess­sta­bil pro­du­zie­ren – das ist für die mit­tel­stän­di­schen Zulie­fe­rer aller Bran­chen wich­tig. Vor­ge­fer­tig­te Stan­dard­lö­sun­gen sind in der Pro­duk­ti­on oft nur bedingt geeig­net. Hier ist es wich­tig, dass die Her­stel­ler von Maschi­nen, Anla­gen und Peri­phe­rie zuhö­ren und auf Augen­hö­he mit den Anwen­dern gemein­sam an Lösun­gen arbei­ten. Sowohl bei Aida als auch bei Mil­lu­ten­sil sind die rele­van­ten Ansprech­part­ner Frau­en, die über hohen tech­ni­schen Sach­ver­stand ver­fü­gen und sehr anwen­der- und lösungs­ori­en­tiert den­ken. Das prägt die­se Unter­neh­men. Der strik­te Fokus auf den Anwen­der trägt zudem dazu bei, dass opti­ma­le, effi­zi­en­te und ver­läss­li­che Pro­duk­ti­ons­lö­sun­gen ent­ste­hen, die eine Fer­ti­gung zu wirt­schaft­li­chen Kon­di­tio­nen ermög­li­chen. Richard Perg­ler 

Im ers­ten Jahr lief das Sys­tem ein­schich­tig. Aber bald pro­du­zier­te die Pres­se zwei­schich­tig. Und irgend­wann nach ein­ein­halb Jah­ren war auch die drit­te Schicht belegt, und schließ­lich fuh­ren die Saar­län­der 21 Schich­ten pro Woche. Für Schu­ma­cher ein kla­res Signal, dass die Kapa­zi­tät erneut aus­ge­wei­tet wer­den muss­te. Nicht nur, um mehr Tei­le pro­du­zie­ren zu kön­nen, son­dern auch als Backup.

Bewähr­te Kom­bi­na­ti­on für eine zuver­läs­si­ge Produktionslösung

„Das Sys­tem aus Aida-Pres­se und Mil­lu­ten­sil-Peri­phe­rie hat­te sich bewährt“, betont der Geschäfts­füh­rer. „Pres­se und Peri­phe­rie sind ein­fach und sicher zu bedie­nen. Die Pro­duk­ti­on läuft zuver­läs­sig und sehr prä­zi­se, Aus­fäl­le gab es nicht. Es lag daher für uns nahe, das glei­che Sys­tem noch ein zwei­tes Mal zu installieren.“

Auch der Transport der Gutteile läuft auf Komponenten von Millutensil. Die Peripherie kann sehr gut mit den hohen Hubzahlen der Servopresse mithalten. Die optimierte Abstimmung der Anlage erlaubt beispielsweise auch ein sehr effizientes Anfahren der Presse. – Bild: Pergler Media
Auch der Trans­port der Gut­tei­le läuft auf Kom­po­nen­ten von Mil­lu­ten­sil. Die Peri­phe­rie kann sehr gut mit den hohen Hub­zah­len der Ser­vo­pres­se mit­hal­ten. Die opti­mier­te Abstim­mung der Anla­ge erlaubt bei­spiels­wei­se auch ein sehr effi­zi­en­tes Anfah­ren der Pres­se. – Bild: Perg­ler Media 

Gesagt – getan. In die­sem Jahr konn­te Schu­ma­cher die zwei­te Aida-Ser­vo­pres­se mit einem Umfeld aus Mil­lu­ten­sil in Betrieb neh­men. „Und obwohl die Anla­gen vom Prin­zip her iden­tisch sind, hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sowohl bei der Pres­se als auch bei der Peri­phe­rie noch­mals spür­bar etwas getan“, ver­si­chert er. „Das Gesamt­sys­tem läuft noch­mals schnel­ler und prä­zi­ser – wie ein Uhr­werk. Die Sys­te­me kom­mu­ni­zie­ren rei­bungs­los mit­ein­an­der – so klappt bei­spiels­wei­se auch das Hoch­fah­ren optimal. 

Bei Erwei­te­run­gen sind Aida und Mil­lu­ten­sil gesetzt

Der Maschi­nen­park der Fer­ti­gung ist heu­te aus­ge­rich­tet auf Tei­le, die mit Fol­ge­ver­bund- und Trans­fer­werk­zeu­gen erstellt wer­den. Dank der inzwi­schen zwei Aida-Pres­sen jetzt bis zu einer Werk­zeug­län­ge von 4000 mm. „Und für uns ist klar: Wenn wir in die­sem Bereich wei­ter aus­bau­en, wird es wohl wie­der eine Aida-Ser­vo­pres­se. Und wenn es ein Sys­tem mit einer Band­an­la­ge oder Zufüh­rung ist, dann ist für uns Mil­lu­ten­sil gesetzt“, zieht Schu­ma­cher Bilanz. „Im Umgang mit Lie­fe­ran­ten habe ich erken­nen müs­sen, dass es vie­le gibt, die Pro­ble­me suchen. Das ist bei Aida und Mil­lu­ten­sil anders. Die fin­den Lösun­gen. Und sie set­zen sie um.“


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