Has­co: Höchs­te Fle­xi­bi­li­tät für schnel­le Tei­le bei Mas­cal Design

Has­co: Höchs­te Fle­xi­bi­li­tät für schnel­le Tei­le bei Mas­cal Design

Mas­cal Design im hol­län­di­schen Lei­den ist eines jener Unter­neh­men, in denen Herz­blut auf Know-how trifft und die Mach­bar­keit im Fokus steht. Extrem schnell rea­li­siert der Betrieb For­men für Pro­to­ty­pen und Mus­ter – nicht zuletzt dank des rich­ti­gen Part­ners: Bei Nor­ma­li­en setzt der For­men­bau auf Has­co. Es ist nicht gera­de der moderns­te Maschi­nen­park, den Mar­cel van Schie für sei­ne Arbeit zur Ver­fü­gung steht. Der Groß­teil der Maschi­nen setzt auf manu­el­le Bedie­nung oder eine ein­fa­che NC-Steue­rung. Aber die alten Maschi­nen sind noch immer top in Schuss und hoch prä­zi­se. Und vor allem: Die Arbeit mit ihnen ist schnell und sehr direkt. Das sorgt für enor­me Flexibilität.

Die schnelle, einfache und praktikable Lösung steht im Vordergrund – bei den kleinen Stückzahlen ist eventuelle Nacharbeit kein Thema. Mascal Design realisiert mit hoher Flexibilität Formen für Prototypen und Kleinserien mit Normalien von Hasco. – Bild: Pergler Media
Die schnel­le, ein­fa­che und prak­ti­ka­ble Lösung steht im Vor­der­grund – bei den klei­nen Stück­zah­len ist even­tu­el­le Nach­ar­beit kein The­ma. Mas­cal Design rea­li­siert mit hoher Fle­xi­bi­li­tät For­men für Pro­to­ty­pen und Klein­se­ri­en mit Nor­ma­li­en von Has­co. – Bild: Perg­ler Media

Der Inha­ber des Ein-Mann-Betriebs Mas­cal Design, Mar­cel von Schie, ist gelern­ter Fein­me­cha­ni­ker. Sei­ne lang­jäh­ri­ge Erfah­rung und die gro­ße Rou­ti­ne machen ihn zu einem gefrag­ten Ansprech­part­ner für unter­schied­lichs­te Auf­trag­ge­ber. Von Hoch­schu­len über Desi­gner bis hin zu den Ent­wick­lungs­ab­tei­lun­gen von OEMs aus unter­schied­li­chen Berei­chen sit­zen immer wie­der hoch­ran­gi­ge Ver­tre­ter an dem gro­ßen Tisch inmit­ten der Werk­statt – da, wo alle Pro­jek­te ihren Anfang neh­men. Van Schie ist ein gefrag­ter Spe­zia­list, des­sen Rat und Mei­nung hohes Gewicht hat.

Fle­xi­bi­li­tät für Designer

„Ich hel­fe den Desi­gnern dabei, die Pro­ble­me zu lösen, die sie geschaf­fen haben“, erklärt Mar­cel van Schie. „Desi­gner den­ken in ers­ter Linie in Kate­go­rien der Ästhe­tik. Mei­ne Auf­ga­be ist, ihnen zu ver­mit­teln, was mach­bar ist. Mehr noch: was wirt­schaft­lich mach­bar ist.“ Van Schie spricht Klar­text, zeigt auf, was wie zu fer­ti­gen ist und wo Ent­wür­fe eine vir­tu­el­le Uto­pie blei­ben müs­sen. Meist aber fin­det er Wege, auch aus­ge­fal­le­ne Her­aus­for­de­run­gen zu lösen. Das trägt ihm hohen Respekt bei sei­nen Auf­trag­ge­bern ein.

„In mei­ner Werk­statt geht es nicht um gro­ße Stück­zah­len“, erklärt van Schie. „Oft sind es Funk­ti­ons- oder Anschau­ungs­mus­ter, aber auch Klein- und Kleinst­se­ri­en.“ Die Auf­trä­ge sind extrem viel­fäl­tig und erfor­dern oft eine hohe Fle­xi­bi­li­tät. Ob es Son­der­an­fer­ti­gun­gen für ein Käl­tela­bor sind, kleins­te Stück­zah­len für einen Erfin­der, der Design- oder Funk­ti­ons­pro­to­typ für einen OEM oder ein For­schungs­pro­jekt der in vie­len Gebie­ten welt­weit füh­ren­den Uni­ver­si­täts­kli­nik Lei­den – die Auf­trag­ge­ber schät­zen die Krea­ti­vi­tät, Schnel­lig­keit und Ver­läss­lich­keit des Unter­neh­mens beim Umset­zen ihrer Projekte.

Frü­he Kon­tak­te zum Normalienspezialisten

„Ich bin kein gelern­ter For­men­bau­er“, erklärt van Schie. „Mei­ne Ursprün­ge lie­gen in einer klas­si­schen Fein­me­cha­ni­ker-Aus­bil­dung. Aber ich arbei­te seit jeher viel mit For­men­bau­ern in mei­ner Umge­bung zusam­men, und irgend­wann habe ich dann mei­ne ers­te eige­ne Form gebaut – mit damals noch wenig Wis­sen, dafür aber umso grö­ße­rem Enthu­si­as­mus.“ Es war die Form für ein Kunst­stoff­zahn­rad, das er für ein Pro­jekt, einen mecha­ni­schen Umrech­ner für die Medi­zin­tech­nik, benö­tig­te und das so am Markt nicht zu bekom­men war.

Im Fokus
Nor­ma­li­en bei Has­co: das K‑, P- und Z‑Programm
Neben den nicht gebohr­ten Plat­ten des P‑Programms, das sich in ers­ter Linie für Form­plat­ten mit umfang­rei­cher Zer­spa­nung eig­net, hat Has­co auch die bereits gebohr­ten K- Plat­ten im Pro­gramm. Wie die P‑Platten sind auch die K‑Platten all­sei­tig bear­bei­tet. Sie sind qua­si wie in einem Bau­kas­ten­sys­tem kom­bi­nier­bar. Damit sind sie ide­al für die zeit- und kos­ten­spa­ren­de Ent­wick­lung und Fer­ti­gung von Spritz­gieß­werk­zeu­gen geeig­net. Dazu bie­tet Has­co ein brei­tes Port­fo­lio an Zube­hör, das neben DLC-beschich­te­ten Füh­rungs- und Aus­wer­fer­ele­men­ten auch Ele­men­te wir Klin­ken­zü­ge und Zwei­stu­fen­aus­wer­fer umfasst.

„Weil ich damals noch kei­ne Erfah­rung im For­men­bau hat­te, frag­te ich gute, erfolg­rei­che Kol­le­gen“, berich­tet van Schie. „Das Schö­ne ist, dass wir hier ein gutes Netz­werk haben und uns gegen­sei­tig unter­stüt­zen. So kam es, dass ich damals über Kol­le­gen erst­mals Kon­takt mit Has­co auf­nahm. Die nah­men mein Anlie­gen ernst, ein Has­co-Reprä­sen­tant kam vor­bei, und ich war froh, dass er mich und mei­ne Denk­wei­se ver­stan­den hat und mei­ne Spra­che spricht. So ent­stand mein ers­tes Werk­zeug in einem Block 100 x 100 mm von Has­co, und der Kon­takt besteht seit­her auf wirk­lich freund­schaft­li­cher Basis.“

Erfah­rung und hohe Flexibilität

Das Pro­jekt war ein vol­ler Erfolg, und sehr schnell sam­mel­te der Fein­me­cha­ni­ker wei­te­re wert­vol­le Erfah­rung. So hat­te er sich bald einen sehr guten Ruf als fle­xi­bler, genau­er und vor allem sehr schnel­ler Rea­li­sie­rungs­part­ner. Schon unter den ers­ten Auf­trä­gen war die Bestel­lung eines bekann­ten OEM – es ging um 50.000 Mün­zen, für die die Stem­pel zu fer­ti­gen waren. Bald fer­tig­te Mas­cal Design auch eine ers­te Sechs­fach­form – für Give-Aways.

Praxistaugliche Spritzgießwerkzeuge aus Qualitätsnormalien von Hasco sind Grundlage der meisten Projekte bei Marcel van Schie. Kürzeste Durchlaufzeiten machen ihn zu einer gehfragten Adresse für Experten aus Design und Forschung, aber auch für Verantwortliche so manches OEM. – Bild: Pergler Media
Pra­xis­taug­li­che Spritz­gieß­werk­zeu­ge aus Qua­li­täts­nor­ma­li­en von Has­co sind Grund­la­ge der meis­ten Pro­jek­te bei Mar­cel van Schie. Kür­zes­te Durch­lauf­zei­ten machen ihn zu einer geh­frag­ten Adres­se für Exper­ten aus Design und For­schung, aber auch für Ver­ant­wort­li­che so man­ches OEM. – Bild: Perg­ler Media

Meist aber sind die Stück­zah­len im ein­stel­li­gen oder unte­ren zwei­stel­li­gen Bereich. Und oft genü­gen Tei­le aus dem 3D-Dru­cker nicht den spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen an die Werk­stü­cke, etwa wenn die Ansprü­che ans Gefü­ge oder an das Mate­ri­al ein ori­gi­na­les Spritz­gieß­teil erfor­dern. Auf sei­nen bei­den Arburg-Spritz­gieß­ma­schi­nen kann van Schie, bei grö­ße­ren Losen tat­kräf­tig von sei­nen Söh­nen unter­stützt, die Spritz­gieß­tei­le oft von Hand ent­for­men. Und even­tu­el­le Nach­ar­bei­ten fal­len bei die­sen Stück­zah­len auch nicht als wirt­schaft­li­cher Fak­tor ins Gewicht. Der Weg für Ände­run­gen oder Kor­rek­tu­ren an der Form ist in der klei­nen Werk­statt buch­stäb­lich sehr kurz.

Spe­zi­el­le Auf­trä­ge erfor­dern gro­ße Flexibilität

„Das sind oft Auf­trä­ge, bei denen ande­re Unter­neh­men aus unter­schied­lichs­ten Grün­den ableh­nen müs­sen“, erläu­tert van Schie. „Gera­de wenn es schnell gehen muss und wenn nur ein paar Tei­le benö­tigt wer­den, sind die fest­ge­füg­ten Abläu­fe bei Seri­en­fer­ti­gern oft ein Hin­der­nis. Da las­sen sich klei­ne Lose mit hohem Zeit­druck nicht wirt­schaft­lich rea­li­sie­ren.“ Auch, wenn es gilt, unter­schied­lichs­te Tech­no­lo­gien zu ver­ei­nen, ist Mas­cal Design eine exzel­len­te Adres­se. So gab das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum in Lei­den, das in Sachen For­schung in eini­gen Berei­chen zur Welt­spit­ze gehört, bei­spiels­wei­se einen Trans­port­be­häl­ter für zu dia­gnos­ti­schen Zwe­cken ver­wen­de­te Radio­nu­kli­de in Auftrag.

Ein klug eingerichtetes und gut sortiertes Normalienlager ermöglichen höchste Flexibilität und den sofortigen Start eiliger Projekte. Und auch die Formenbauer in der Umgebung schätzen dieses Lager – und die Qualität der Hasco-Komponenten. – Bild: Pergler Media
Ein klug ein­ge­rich­te­tes und gut sor­tier­tes Nor­ma­li­en­la­ger ermög­li­chen höchs­te Fle­xi­bi­li­tät und den sofor­ti­gen Start eili­ger Pro­jek­te. Und auch die For­men­bau­er in der Umge­bung schät­zen die­ses Lager – und die Qua­li­tät der Has­co-Kom­po­nen­ten. – Bild: Perg­ler Media

„Bis­lang hat­te man dafür Gefä­ße ver­wen­det, die im Prin­zip aus­sa­hen wie ein Blech-Farb­ei­mer. Aller­dings auf­grund der Blei­fül­lung ein sehr schwe­rer Blech­ei­mer, der zudem schwie­rig zu hand­ha­ben, aber leicht zu beschä­di­gen war“, erklärt van Schie. „Im Re-Design stell­te sich die Auf­ga­be, einen Behäl­ter zu ent­wi­ckeln, der die Funk­ti­on und den Schutz hun­dert­pro­zen­tig erfüllt. Der dabei aber unemp­find­li­cher ist gegen mecha­ni­sche Beschä­di­gun­gen und der sich auch bei­spiels­wei­se mit Schutz­hand­schu­hen leich­ter hand­ha­ben lässt.“

Klei­ne Stück­zah­len ratio­nell fertigen

Geschaf­fen wur­de auf einer Form aus Has­co-Kom­po­nen­ten ein Kunst­stoff­kör­per, in den der schüt­zen­de Blei­man­tel ein­ge­ar­bei­tet wird und der im Inne­ren ein Glas­fläsch­chen ent­hält, das die Nukli­de auf­nimmt. „Allein die­ses Fläsch­chen muss einen Sturz aus 9 m Höhe unbe­scha­det über­ste­hen“, erklärt van Schie die hohen Anfor­de­run­gen. „Der Jah­res­be­darf an sol­chen Behält­nis­sen liegt welt­weit etwa bei 200 Stück – das ist für die meis­ten ande­ren Fer­ti­ger wirt­schaft­lich nicht dar­stell­bar. Für uns aber rech­net sich das. Wir haben von der Glas­blä­se­rei bis zum Laser­schnitt hier vor Ort ein sehr gutes Netz­werk, mit dem sich alle benö­tig­ten Arbeits­schrit­te abde­cken las­sen. Und wir fer­ti­gen die Behält­nis­se zu akzep­ta­blen Kos­ten.“ Das Netz­werk, über das van Schie ver­fügt und zu dem er auch sei­ne Ansprech­part­ner – inzwi­schen Freun­de – bei Has­co zählt, ist ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor für vie­le der Pro­jek­te und füt hohe Flexibilität.

Marcel van Schie, Inhaber Mascal Design
Mar­cel van Schie, Inha­ber Mas­cal Design

Im Pro­fil
Mas­cal Design
Das Unter­neh­men Mas­cal Design ist für Desi­gner, Ent­wick­ler und Pro­to­ty­pen­fer­ti­ger ein gefrag­ter Ansprech­part­ner. Das Unter­neh­men zeich­net sich mit unkon­ven­tio­nel­len Ansät­zen aus, ist hoch fle­xi­bel und dabei sehr schnell in der Umset­zung von der Idee zum Pro­dukt oder Pro­to­ty­pen.

Der gelern­te Fein­me­cha­ni­ker Mar­cel van Schie ist Grün­der und Eigen­tü­mer. Inzwi­schen hat er auch gro­ße Erfah­rung im For­men­bau. Dar­über hin­aus ver­fügt er über ein her­vor­ra­gen­des Netz­werk.

Das Netz­werk ermög­licht es ihm hoher Fle­xi­bi­li­tät, Tech­no­lo­gien unter­neh­mens­über­grei­fend in Pro­jek­ten zusam­men­zu­füh­ren. Neben der mecha­ni­schen Werk­statt ver­fügt Mas­cal Design auch über Spritz­gieß­ka­pa­zi­tä­ten auf zwei Arburg-Maschinen.

Und die sind nicht zuletzt dank des Ein­falls­reich­tums und der oft unkon­ven­tio­nel­len Wege für Mas­cal Design wirt­schaft­lich dar­stell­bar. Bei vie­len Auf­trä­gen kommt inzwi­schen ein Stamm­form­kon­zept zum Ein­satz, bei dem der Werk­zeug­bau­er die Has­co-Form­ein­sät­ze direkt auf den Spritz­gieß­ma­schi­nen wech­seln kann. Das ermög­licht einen schnel­len Wech­sel zwi­schen ähn­li­chen Auf­trä­gen, ins­be­son­de­re dann, wenn das glei­che Kunst­stoff­gra­nu­lat ver­wen­det wer­den kann. Vor allem aber spart es Zeit – und das ist enorm wertvoll.

Zeit als kri­ti­scher Faktor

Denn ein gene­rel­les Pro­blem sieht van Schie in der immer kür­zer wer­den­den Zeit­span­ne, in der Pro­jek­te umge­setzt wer­den müs­sen. „Die Desi­gner brü­ten gefühlt end­los über ihren Ent­wür­fen und opti­mie­ren sie so lan­ge aus, bis für uns Werk­zeug­bau­er kei­ne Zeit mehr bleibt“, skiz­ziert van Schie die Her­aus­for­de­rung. „Des­halb bin ich froh, mit Has­co einen Part­ner zu haben, der mir benö­tig­te Werk­zeug­kom­po­nen­ten in hoher Qua­li­tät und in sehr kur­zer Zeit lie­fern kann. Unse­re Schnel­lig­keit sehen die Desi­gner als gro­ßen Vorteil.“

 
Die gebohrten Platten des K-Programms sind bereits allseitig bearbeitet und ideal für die zeit- und kostensparende Entwicklung und Fertigung von Spritzgießwerkzeugen. Auch hiervon hat Maschal Design einige Regalfächer auf Lager. Das ermöglicht Flexibilität gerade bei eiligen Aufträgen. – Bild: Pergler Media
Die gebohr­ten Plat­ten des K‑Programms sind bereits all­sei­tig bear­bei­tet und ide­al für die zeit- und kos­ten­spa­ren­de Ent­wick­lung und Fer­ti­gung von Spritz­gieß­werk­zeu­gen. Auch hier­von hat Maschal Design eini­ge Regal­fä­cher auf Lager. Das ermög­licht Fle­xi­bi­li­tät gera­de bei eili­gen Auf­trä­gen. – Bild: Perg­ler Media 

Ein aktu­el­les Pro­jekt im kli­ni­schen Bereich sind bei­spiels­wei­se Boxen, in denen geschä­dig­te Nie­ren, die die Ärz­te dem Pati­en­ten ent­neh­men, mit­tels Stamm­zel­len rege­ne­riert wer­den und danach wie­der funk­ti­ons­fä­hig dem Pati­en­ten re-implan­tiert wer­den sol­len. „Das ist eine neue, sehr viel­ver­spre­chen­de Stu­die“, erklärt van Schie. „Bei den ers­ten Ver­su­chen steck­ten die Medi­zi­ner die ent­nom­me­ne Nie­re in eine Glas­fla­sche – damit hing die Nie­re qua­si in der Luft, da die Fla­sche in ihrer Geo­me­trie nicht an die Nie­re ange­passt war. Das war alles ande­re als opti­mal und soll mit die­sen Kunst­stoff­bo­xen deut­lich bes­ser werden.“

Spe­zi­al­auf­trag aus der Medizintechnik

Die­se an die Form der Nie­re ange­pass­ten Behält­nis­se müs­sen auf lan­ge Dau­er sehr dicht ver­schlos­sen wer­den – eine Rege­ne­ra­ti­ons­pha­se dau­ert in etwa ein Vier­tel­jahr. „Ins­be­son­de­re die For­men für die Gum­mi­dich­tun­gen waren eine Her­aus­for­de­rung – der Schwund liegt hier irgend­wo zwi­schen 1,5 und 2,5 Pro­zent“, erin­nert sich van Schie. „Für auf­wän­di­ge Simu­la­tio­nen gab es kei­ne Zeit, und die Stück­zahl sprach dage­gen: Die Kli­nik braucht näm­lich gera­de ein­mal zehn nor­ma­le und fünf gro­ße Boxen.“

Zwischen zahlreichen weiteren Projekten: das ‚Getriebe‘ für Ruderer. Rechts die feinmechanische Lösung mit Metallgehäuse, links die für eine Serienfertigung bereits optimierte Lösung mit zahlreichen Spritzgusskomponenten. – Bild: Pergler Media
Zwi­schen zahl­rei­chen wei­te­ren Pro­jek­ten: das ‚Getrie­be‘ für Rude­rer. Rechts die fein­me­cha­ni­sche Lösung mit Metall­ge­häu­se, links die für eine Seri­en­fer­ti­gung bereits opti­mier­te Lösung mit zahl­rei­chen Spritz­guss­kom­po­nen­ten. – Bild: Perg­ler Media

Eine Her­aus­for­de­rung ist die Kal­ku­la­ti­on sol­cher Pro­to­ty­pen und Klein­se­ri­en. „Das ist High-End-For­schung“, erklärt der For­men­bau­er, der in sei­ne Pro­jek­te neben Know-How auch sehr viel Enthu­si­as­mus, Herz­blut und Enga­ge­ment steckt. „Und die Bud­gets in den Kli­ni­ken sind sehr begrenzt. So gibt es durch­aus Pro­jek­te, in denen viel mehr Zeit und Arbeit ste­cken, als ich letzt­end­lich bezahlt bekom­me. Aber das ist viel­leicht beim nächs­ten Pro­jekt anders – die Auf­trag­ge­ber kom­men näm­lich wie­der, weil ich ihre Pro­ble­me löse. Und so steckt in vie­len Pro­jek­ten auch mein eige­nes Geld. Weil ich dar­auf set­ze, spä­ter auch dabei zu sein, wenn die Ideen in grö­ße­rem Maß­stab ver­wirk­licht werden.“

Nor­ma­li­en­lie­fe­rant sorgt für Flexibilität

Um noch mehr Zeit zu spa­ren, hat sich der fle­xi­ble Mög­lich­ma­cher wich­ti­ge Kom­po­nen­ten von Plat­ten­ma­te­ri­al bis hin zu Füh­run­gen zum Teil in mehr­fa­cher Aus­füh­rung auf Lager gelegt. „So kann ich sofort los­le­gen und oft die ent­schei­den­den Stun­den schnel­ler sein. Mit die­ser Arbeits­wei­se kann eine kom­plet­te Form in drei bis fünf Tagen fer­tig wer­den. Und die Desi­gner haben ihre Tei­le dank unse­rer Spritz­gieß-Kapa­zi­tä­ten schon nach kür­zes­ter Zeit in der Hand.“

Sechs unterschiedliche Spritzgießteile lassen sich mit diesem Werkzeug aus Hasco-Komponenten spritzen – jedes einzelne wird separat angespritzt. Das sorgt für hohe Flexibilität. So können die Teile auch aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden. – Bild: Pergler Media
Sechs unter­schied­li­che Spritz­gieß­tei­le las­sen sich mit die­sem Werk­zeug aus Has­co-Kom­po­nen­ten sprit­zen – jedes ein­zel­ne wird sepa­rat ange­spritzt. Das sorgt für hohe Fle­xi­bi­li­tät. So kön­nen die Tei­le auch aus unter­schied­li­chen Mate­ria­li­en gefer­tigt wer­den. – Bild: Perg­ler Media

Inzwi­schen wis­sen auch die For­men­bau­er der Umge­bung von dem gut sor­tier­ten Nor­ma­li­en­la­ger – und van Schie hilft oft und gern aus. „Das Netz­werk unter den Betrie­ben hier vor Ort ist eine unse­rer gro­ßen Stär­ken“, erklärt er. „Es sorgt für Fle­xi­bi­li­tät. Wir kön­nen so sehr schnell und vor allem unkom­pli­ziert agie­ren. Und es ist ein Geben und Neh­men, von dem letzt­lich alle pro­fi­tie­ren. Ich ken­ne die Gren­zen mei­ner Fähig­kei­ten – und ich weiß, wo ich anklop­fen kann, wenn ich nicht mehr weiterkomme. “

Getrie­be für Ruderer

Der­zeit liegt ein Pro­jekt aus dem Bereich Sport auf dem gro­ßen Tisch in der Werk­statt. „Ein befreun­de­ter Pro­fes­sor und Inge­nieur, mitt­ler­wei­le 84 Jah­re alt, ist pas­sio­nier­ter Rude­rer. Er hat qua­si ein ‚Getrie­be‘ für das Rudern ent­wor­fen, das die Ruder beim Vor- und Zurück­be­we­gen um ein paar ent­schei­den­de Zen­ti­me­ter ver­kürzt bezie­hungs­wei­se ver­län­gert“, erklärt er. „Das erhöht die Effi­zi­enz beim Rudern. Spe­zi­ell beim Rudern gegen den Strom ist der Effekt deut­lich zu spüren.“

Mein Stand­punkt
Part­ner­schaft als Schlüs­sel zur Fle­xi­bi­li­tät
Gera­de klei­ne Unter­neh­men wie Mas­cal Design, die sich mit viel Herz­blut und Enga­ge­ment in ihre Pro­jek­te ein­brin­gen, sind ein gro­ßer Stand­ort­vor­teil für Mit­tel­eu­ro­pa. Sie sind die Ermög­li­cher, die dabei hel­fen, dass Ideen Gestalt anneh­men kön­nen. Gera­de bei den Akti­vi­tä­ten von Mar­cel van Schie wird deut­lich, wie wich­tig ein gutes Netz­werk und die rich­ti­gen Part­ner sind. Erst im Ver­bund wer­den vie­le Pro­jek­te mög­lich. In Sachen Nor­ma­li­en fühlt sich der Unter­neh­mer bei Has­co gut auf­ge­ho­ben. Die jewei­li­gen Reprä­sen­tan­ten des Nor­ma­li­en­her­stel­lers sind bei ihm gern gese­he­ne Gäs­te. Sogar Freun­de, die ihm auf sei­nem Weg beglei­ten, inspi­rie­ren und wei­ter­hel­fen.     Richard Pergler

Zunächst hat van Schie als Fein­me­cha­ni­ker das Getrie­be in Stahl und Eisen umge­setzt. Mit ent­spre­chen­der Sorg­falt und hohem Auf­wand in der Zer­spa­nung der ein­zel­nen Komponenten.

Seri­en­taug­li­che Lösung gesucht

„Für die Serie war das aber kei­ne Lösung – Funk­tio­na­li­tät und ins­be­son­de­re das Design erfor­der­ten einen ande­ren Weg“, berich­tet er. „So design­ten wir das Sys­tem neu und bau­ten aus Has­co-Nor­ma­li­en eine Spritz­gieß­form fürs Gehäu­se und für fünf wei­te­re Tei­le des Sys­tems, die sich ent­spre­chend ein­zeln ansprit­zen las­sen. Dafür kön­nen wir auch ver­schie­de­ne Mate­ria­li­en verwenden.“

Die Einsätze für die Werkzeugschubladen sind ebenfalls ein aus der Praxis entstandenes Eigenprodukt von Mascal Design. Auch hier bestand die Form aus Komponenten aus dem Hasco-Programm. – Bild: Pergler Media
Die Ein­sät­ze für die Werk­zeug­schub­la­den sind eben­falls ein aus der Pra­xis ent­stan­de­nes Eigen­pro­dukt von Mas­cal Design. Auch hier bestand die Form aus Kom­po­nen­ten aus dem Has­co-Pro­gramm. – Bild: Perg­ler Media

Mitt­ler­wei­le haben die Tüft­ler bereits eine klei­ne­re Stück­zahl die­ser Sys­te­me pro­du­ziert. „Wir haben sie zu Clubs zum Tes­ten geschickt. Und wir haben inzwi­schen sehr posi­ti­ve Reak­tio­nen eini­ger renom­mier­te Rude­rer auf unser Getrie­be bekom­men“. Ich bin gespannt, wann es zum ers­ten Mal in einem Wett­be­werb zuge­las­sen wird – dann könn­te es die­sen Sport revolutionieren.“

Schnel­ler Pro­blem­lö­ser für unge­wöhn­li­che Projekte

Mas­cal Design hat sich im Raum Lei­den als schnel­ler Pro­blem­lö­ser und Rea­li­sie­rer von Ideen einen sehr guten Namen gemacht. „Die dazu not­wen­di­ge Fle­xi­bi­li­tät basiert zu einem guten Teil auf der engen Part­ner­schaft mit Has­co“, bekennt der Fein­me­cha­ni­ker und For­men­bau­er. Ein Pfei­ler für sei­nen Erfolg ist sein Kön­nen, sein Enga­ge­ment und die Offen­heit, auch unge­wöhn­li­che Pro­jek­te anzu­ge­hen. Die zwei­te ist die schnel­le Lie­fer­fä­hig­keit. „Die Ver­läss­lich­keit mei­nes Nor­ma­li­en­part­ners, das Wis­sen um Neu­hei­ten, Trends und Ent­wick­lun­gen, das der Has­co-Reprä­sen­tant bei sei­nen Besu­chen mit­bringt, und die Tat­sa­che, dass ich alles Wich­ti­ge zum Bau einer Form sofort zur Hand habe – das schafft in vie­len Pro­jek­ten einen Vor­sprung, der ent­schei­dend sein kann“, erklärt van Schie. „Has­co ist auch für so ein klei­nes Unter­neh­men wie Mas­cal Design ein guter, kom­pe­ten­ter und ver­läss­li­cher Part­ner. Und ein funk­tio­nie­ren­des Netz­werk aus sol­chen trag­fä­hi­gen Part­ner­schaf­ten – das ist heu­te wich­ti­ger denn je.“ 


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