Markt­spie­gel Werk­zeug­bau: Bran­chen­bench­mark ab sofort auch für Kunststoffverarbeiter

Markt­spie­gel Werk­zeug­bau: Bran­chen­bench­mark ab sofort auch für Kunststoffverarbeiter

Auf­grund der hohen Nach­fra­ge aus die­sem Bereich hat die genos­sen­schaft­li­che Bench­mark-Initia­ti­ve Markt­spie­gel Werk­zeug­bau ihr Tätig­keits­feld nun auch auf die Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum erwei­tert. Um die­ser Teil­bran­che künf­tig ver­läss­li­che Ver­gleichs­wer­te und Kenn­zah­len bie­ten zu kön­nen, erwei­tern die Ver­ant­wort­li­chen des Markt­spie­gel Werk­zeug­bau in die­sem Jahr ihr Ana­ly­se­portfo­lio. Neben Werkzeug‑, Modell- und For­men­bau­er haben jetzt auch Spritz­guss­tei­le­fer­ti­ger die ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, sich pseud­ony­mi­siert bench­mar­ken zu las­sen und damit wert­vol­le Daten zu Rück­schlüs­sen auf die eige­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit nut­zen zu kön­nen. So las­sen sich gezielt Stär­ken stär­ken und Schwä­chen beheben.

Die genossenschaftliche Benchmark-Initiative Marktspiegel Werkzeugbau baut ihr innovatives Konzept aus und sorgt damit für mehr Markttransparenz in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Ab jetzt haben auch alle Kunststoffverarbeiter aus dem deutschsprachigen Raum die Möglichkeit, an diesem praxisorientierten Unternehmensvergleich teilzunehmen. - Bild: Marktspiegel Werkzeugbau
Die genos­sen­schaft­li­che Bench­mark-Initia­ti­ve Markt­spie­gel Werk­zeug­bau baut ihr inno­va­ti­ves Kon­zept aus und sorgt damit für mehr Markt­trans­pa­renz in der kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­den Indus­trie. Ab jetzt haben auch alle Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum die Mög­lich­keit, an die­sem pra­xis­ori­en­tier­ten Unter­neh­mens­ver­gleich teil­zu­neh­men. – Bild: Markt­spie­gel Werkzeugbau 

Der Markt ist inzwi­schen knall­hart: Den Auf­trag bekommt, wer zum güns­tigs­ten Preis anbie­tet. Höchs­te Qua­li­tät wird dabei ganz selbst­ver­ständ­lich vor­aus­ge­setzt. Auch in der kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­den Indus­trie ist der Preis­druck inzwi­schen all­ge­gen­wär­tig. Das berich­ten auch die inter­nen For­men­bau­ab­tei­lun­gen, die im Markt­spie­gel Werk­zeug­bau enga­giert sind. Es wird deut­lich, wie groß die Last für die eige­nen Kunst­stoff­sprit­ze­rei­en ist. Die müs­sen sich täg­lich die­sem Wett­be­werb der Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter stellen. 

Der Markt­spie­gel Werk­zeug­bau will die Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter nach­hal­tig unterstützen

Die Her­aus­for­de­rung für die Betrie­be ist hier, die­ses star­ke Preis­ge­fäl­le unter­neh­me­risch in einer Bran­che abzu­bil­den, in der die Aus­gangs­la­ge sehr ver­gleich­bar ist. Mit der Ant­wort auf die­se Her­aus­for­de­rung und vie­len wei­te­ren span­nen­den Ver­gleichs­zah­len ent­lang der Wert­schöp­fungs­stu­fen will der Markt­spie­gel Werk­zeug­bau künf­tig die Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter unterstützen.

Im Fokus
Markt­spie­gel Werk­zeug­bau
Die Initia­ti­ve Markt­spie­gel Werk­zeug­bau will der Bran­che der Werkzeug‑, Modell- und For­men­bau­er und neu auch den Spritz­guss­tei­le­fer­ti­gern mit fun­dier­tem Bran­chen­wis­sen die Mög­lich­keit eröff­nen, sys­te­ma­tisch bes­ser und wett­be­werbs­fä­hi­ger zu wer­den. Die eige­ne Unter­neh­mens­ent­wick­lung wird für die teil­neh­men­den Unter­neh­men in Indi­vi­du­al­re­ports trans­pa­rent und mess­bar. Ergeb­nis ist ein Unter­neh­mens­ver­gleich, aus dem sich für die Mit­glieds­un­ter­neh­men kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen ablei­ten las­sen. Der Markt­spie­gel Werk­zeug­bau ist eine Initia­ti­ve „aus der Bran­che für die Bran­che“. Die Orga­ni­sa­ti­ons­form einer Genos­sen­schaft stellt sicher, dass sich jedes Bran­chen­mit­glied umfas­send betei­li­gen kann. Renom­mier­te Spon­so­ren aus der Bran­che und aus deren Zulie­fe­rern unter­stüt­zen zudem die Arbeit der Initiative.

„Mit unse­rem inno­va­ti­ven Bench­mark-Kon­zept sto­ßen wir auf gro­ßen Zuspruch“, betont Claus Hor­nig, Vor­stands­mit­glied und Gut­ach­ter der Markt­spie­gel Werk­zeug­bau eG. „Unter­neh­mer kön­nen damit nicht nur ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit bes­ser ein­schät­zen und von den Bes­ten ler­nen. Sie pro­fi­tie­ren auch von unse­ren kon­kre­ten Hand­lungs­emp­feh­lun­gen. Das alles bekom­men sie, wäh­rend sie gleich­zei­tig kom­plett anonym blei­ben. Dar­über hin­aus stär­ken sie mit ihrer Teil­nah­me die gan­ze Bran­che hier­zu­lan­de. Ich freue mich sehr, dass wir auf viel­fa­chen Wunsch ein­zel­ner Mit­glie­der die­ses Ange­bot nun auch auf die Sprit­ze­rei­en, auf die Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter aus­wei­ten können.“ 

Christian Seng, Geschäftsführer und Gesellschafter der Stolz & Seng Kunststoffspritzguss und Formenbau GmbH: „Thematiken wie Auslastung, Materialwirtschaft, Lagerbestände, Maschinenpopulation, Stundensätze, Wartungs- und Instandhaltungskosten – sich als Kunststoffverarbeiter darüber zu benchmarken, das ist das, was bislang fehlt.“  - Bild: Marktspiegel Werkzeugbau
Chris­ti­an Seng, Geschäfts­füh­rer und Gesell­schaf­ter der Stolz & Seng Kunst­stoff­spritz­guss und For­men­bau GmbH: „The­ma­ti­ken wie Aus­las­tung, Mate­ri­al­wirt­schaft, Lager­be­stän­de, Maschi­nen­po­pu­la­ti­on, Stun­den­sät­ze, War­tungs- und Instand­hal­tungs­kos­ten – sich als Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter dar­über zu bench­mar­ken, das ist das, was bis­lang fehlt.“ – Bild: Markt­spie­gel Werkzeugbau

Aktu­ell arbei­tet das Gut­ach­ter­team gemein­sam mit vier erfah­re­nen Tei­le­pro­du­zen­ten aus der Genos­sen­schaft dar­an, ein ziel­grup­pen­ge­rech­tes Abfra­ge­kon­zept auf die Bei­ne zu stel­len. Der For­men­bau ist für uns als Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter ein stra­te­gisch sehr wich­ti­ger Bau­stein“, berich­tet bei­spiels­wei­se Chris­ti­an Seng, Geschäfts­füh­rer und Gesell­schaf­ter bei Stolz & Seng Kunst­stoff­spritz­guss For­men­bau in Donau­eschin­gen. Er enga­giert sich aus Über­zeu­gung als Mit­glied im Ent­wick­lungs­team. „Es wäre hoch inter­es­sant, wenn wir die Ver­gleichs­wer­te und Kenn­zah­len, die wir beim Markt­spie­gel für unse­ren For­men­bau gewin­nen, auch auf den Bereich Spritz­guss über­tra­gen könn­ten. The­ma­ti­ken wie Aus­las­tung, Mate­ri­al­wirt­schaft, Lager­be­stän­de, Maschi­nen­po­pu­la­ti­on, Stun­den­sät­ze, War­tungs- und Instand­hal­tungs­kos­ten – sich dar­über zu bench­mar­ken, das ist das, was bis­lang fehlt.“

Eine Ein­heits­kal­ku­la­ti­on ist für Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter sehr hilfreich

Dabei sind Fak­to­ren wich­tig, wie effi­zi­ent bei­spiels­wei­se die Pro­duk­ti­on, die Con­trol­ling-Pro­zes­se und die Lie­fer­ket­te ist. Aber auch, wie sich die Ren­ta­bi­li­tät der Fer­ti­gungs­tie­fe ver­hält und wie die Ver­net­zung zwi­schen Werk­zeug­bau und Seri­en­fer­ti­gung gelöst ist. Anders als im Werkzeug‑, Modell- und For­men­bau, wird der Fra­gen­ka­ta­log im fach­spe­zi­fi­schen Spritz­guss­be­reich beim Markt­spie­gel künf­tig eine Ein­heits­kal­ku­la­ti­on ent­hal­ten. Die wird es ermög­li­chen, die ein­zel­nen Kos­ten­fak­to­ren zu zer­le­gen und sinn­voll zu ver­glei­chen. „Gera­de eine Mus­ter­kal­ku­la­ti­on hal­ten wir alle für äußerst span­nend“, betont Chris­toph Badock, Geschäfts­füh­rer bei Hoe­fer & Sohn Prä­zi­si­ons­for­men­bau und Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung in Fürth. „Über einen ent­spre­chend gestal­te­ten Cost-Break-Down kön­nen wir einen Groß­teil der Infor­ma­tio­nen gene­rie­ren, die wir Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter für einen Bench­mark brau­chen. Ich freue mich auf die wei­te­re Aus­ar­bei­tung im Team und schon jetzt auf das Ergebnis.“

Christoph Badock, Geschäftsführer Hoefer & Sohn GmbH: „Die Kalkulation ist der Schlüssel zum Erfolg, um überhaupt erkennen zu können, ob ein Auftrag lukrativ ist. Ob Stundensätze, Gemeinkosten oder Anlaufkosten – jeder Kollege geht anders an ein Angebot heran. Ein neutraler Benchmark der Kunststoffverarbeiter ermöglich es uns, Potenziale in der eigenen Kostenstruktur zu erkennen." - Bild: Marktspiegel Werkzeugbau
Chris­toph Badock, Geschäfts­füh­rer Hoe­fer & Sohn GmbH: „Die Kal­ku­la­ti­on ist der Schlüs­sel zum Erfolg, um über­haupt erken­nen zu kön­nen, ob ein Auf­trag lukra­tiv ist. Ob Stun­den­sät­ze, Gemein­kos­ten oder Anlauf­kos­ten – jeder Kol­le­ge geht anders an ein Ange­bot her­an. Ein neu­tra­ler Bench­mark der Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter ermög­lich es uns, Poten­zia­le in der eige­nen Kos­ten­struk­tur zu erken­nen.“ – Bild: Markt­spie­gel Werkzeugbau

Die Gut­ach­ter beim Markt­spie­gel haben bereits eine lang­jäh­ri­ge Bran­chen­ex­per­ti­se. Claus Hor­nig ist stu­dier­ter Kunst­stoff­in­ge­nieur. Er hat bereits selbst für Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter gear­bei­tet und betreut die­se Kli­en­tel heu­te aktiv als Unter­neh­mens­be­ra­ter. Ihm ist bewusst, dass der Markt­spie­gel Werk­zeug­bau mit der erwei­ter­ten Daten­er­he­bung eine Markt­lü­cke schließt. „Es gibt meh­re­re tau­send Sprit­ze­rei­en in Deutsch­land“, erklärt er. „Und wir freu­en uns sehr, dass wir die­sen Unter­neh­mern einen Unter­neh­mens­ver­gleich ermög­li­chen kön­nen und so für mehr Bran­chen­trans­pa­renz sorgen.“

Indi­vi­du­al­re­port mit vie­len Vergleichszahlen

Inter­es­sier­te Spritz­guss­tei­le­fer­ti­ger erhal­ten einen unter­neh­mens­spe­zi­fi­schen Indi­vi­du­al­re­port ein­schließ­lich vie­ler Ver­gleichs­zah­len aus dem Bereich der Kunst­stoff­ver­ar­bei­ter. Dazu kom­men die von den Bran­chen­ex­per­ten indi­vi­du­ell aus­ge­wie­se­nen Hand­lungs­emp­feh­lun­gen. Das Preis­kon­zept wird der­zeit noch ausgearbeitet. 


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